Wer bei Amazon FBA verkaufen will, schickt seine Ware in ein Amazon-Logistikzentrum und überlässt Lagerung, Versand, Kundenservice und Retouren dem Konzern. „Fulfillment by Amazon“, auf Deutsch „Versand durch Amazon“, gehört zu den beliebtesten Modellen für Online-Händler, weil du keine eigene Lagerhalle und keinen eigenen Versand brauchst und trotzdem Prime-Kunden erreichst.

In diesem Ratgeber erfährst du, was Amazon FBA ist, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und welche Kosten 2026 auf dich zukommen. Dazu kommen eine Beispielrechnung, Tipps zur Produktwahl und eine Anleitung in zehn Schritten, mit der du dein Verkäuferkonto einrichtest, deine Ware einsendest und die ersten Verkäufe erzielst.
Amazon FBA auf einen Blick
- Was es ist: Amazon lagert, verpackt und versendet deine Ware und übernimmt Kundenservice und Retouren.
- Voraussetzungen: Gewerbe, Steuernummer, Geschäftskonto, Kreditkarte, LUCID-Nummer und ein Verkäuferkonto in Seller Central.
- Kosten: 39 € im Monat oder 0,99 € je Artikel, dazu Verkaufsgebühr, Versandgebühr und Lagergebühr, zusammen meist 15 bis 35 % vom Bruttopreis.
- Startkapital: meist 2.000 bis 6.000 €, je nach Produkt.
- Gutes Produkt: klein, leicht, 15 bis 50 € Verkaufspreis und mindestens 30 % Marge.
- Ablauf: Produkt wählen, Konto erstellen, Listing anlegen, Ware einsenden und mit Werbung starten.
Was ist Amazon FBA und wie funktioniert es?
Amazon FBA ist ein Logistikservice von Amazon für Händler, die auf dem Marktplatz verkaufen. Du lieferst deine Produkte an ein Versandzentrum, Amazon lagert sie ein und verschickt sie nach jeder Bestellung. Auch den Kundenservice und die Rücksendungen übernimmt Amazon, und deine Artikel sind für Prime-Kunden bestellbar. Dafür zahlst du Gebühren pro Einheit und für die Lagerzeit.
Wer auf Amazon verkaufen will, hat zwei Wege: Bei FBM lagerst und versendest du selbst, bei Amazon FBA übernimmt Amazon beides. Amazon FBA für Anfänger ist meist der einfachere Einstieg, weil Lager, Verpackung und Kundenservice wegfallen.
Amazon FBA einfach erklärt

Der Ablauf besteht aus vier Teilen:
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| 1. Einlagerung | Du sendest die Ware an Amazon, und die Artikel kommen ins Lager. |
| 2. Bestellung | Ein Kunde kauft dein Produkt auf Amazon. |
| 3. Versand | Amazon verpackt und verschickt die Bestellung und kümmert sich um Anfragen und Retouren. |
| 4. Auszahlung | Dein Erlös, abzüglich der Gebühren, wird etwa alle 14 Tage auf dein Konto überwiesen. |
Das Gegenstück ist FBM (Fulfillment by Merchant), bei dem du selbst lagerst und versendest. Den Vergleich findest du weiter unten.
Seller Central oder Vendor Central?
Als Händler arbeitest du in der Regel mit Seller Central. Dort richtest du dein Verkäuferkonto ein, legst Produkte an und buchst FBA. Vendor Central ist für Hersteller gedacht, die von Amazon eingeladen werden und ihre Ware an Amazon verkaufen, wobei Amazon dann selbst die Preise bestimmt. Für den Einstieg brauchst du nur Seller Central.
Lohnt es sich, bei Amazon FBA zu verkaufen?
Ja, wenn deine Marge stimmt und du vorher sauber kalkulierst. Nein, wenn du ohne Rechnung startest und auf schnelles Geld hoffst. Die Konkurrenz ist größer geworden und die Gebühren sind gestiegen, deshalb entscheidet vor allem das Produkt über deinen Erfolg.

Vorteile von Amazon FBA
- Reichweite: Millionen Kunden suchen direkt bei Amazon nach Produkten.
- Prime: Dein Angebot ist für Prime-Kunden bestellbar, was die Kaufbereitschaft erhöht und die Chance auf die Buy Box verbessert.
- Weniger Aufwand: Lagerung, Verpackung, Versand, Kundenservice und Retouren übernimmt Amazon.
- Skalierung: Mehr Bestellungen bedeuten für dich kaum mehr Arbeit.
- Ortsunabhängig: Du kannst das Geschäft von jedem Ort aus führen, an dem du Internet hast.
Nachteile und Risiken
Bei Amazon FBA sind die Kosten der größte Nachteil: Verkaufsgebühr, Versandgebühr und Lagergebühr zusammen machen meist 15 bis 35 % des Bruttopreises aus. Dazu kommen weitere Punkte, die du vor dem Start kennen solltest:
- Du hängst von Amazon ab, und eine Kontosperrung kann dein Geschäft von einem Tag auf den anderen stoppen.
- Der Preisdruck ist hoch, weil viele Händler dasselbe Produkt anbieten und Amazon selbst mitverkauft.
- Retouren verursachen Kosten, vor allem bei Kleidung und Elektronik.
- Dein Geld steckt im Lager, bis die Ware verkauft ist.
- Die Regeln zu Marke, Verpackung und Produktsicherheit verlangen Zeit und Sorgfalt.
Für wen lohnt sich Amazon FBA 2026 und für wen nicht?
Amazon FBA lohnt sich für dich, wenn du:
- ein Produkt mit mindestens 30 % Marge nach allen Kosten gefunden hast,
- Startkapital für die erste Warenlieferung und Werbung einplanen kannst,
- bereit bist, Zahlen zu prüfen und Produkte zu testen.
Weniger geeignet ist FBA, wenn du nur ein sehr kleines Budget hast, sperrige oder schwere Produkte verkaufen willst oder ohne Marke und ohne Plan in einen überfüllten Markt einsteigst.
Wie viel kannst du mit Amazon FBA verdienen?
Der Gewinn hängt von Marge und Absatz ab. Mit dem Gewinn von 7,65 € pro Verkauf aus der Beispielrechnung weiter unten ergibt sich folgendes Bild, jeweils vor Steuern und Fixkosten:
| Verkäufe pro Monat | Gewinn vor Steuern |
|---|---|
| 100 | 765 € |
| 300 | 2.295 € |
| 600 | 4.590 € |
Von diesen Beträgen gehen noch die Kontogebühr von 39 €, Tools, Buchhaltung und deine Steuern ab. Rechne außerdem damit, dass die ersten Monate vor allem Geld kosten, weil Ware, Werbung und Lager bezahlt werden müssen, bevor die Erlöse kommen.
Voraussetzungen, um bei Amazon FBA zu verkaufen
Die Voraussetzungen für Amazon FBA gelten für jeden Händler, der in Deutschland gewerblich auf Amazon verkaufen will. Wer die Reihenfolge einhält, spart sich Ärger bei der Kontoprüfung.
Gewerbeanmeldung und Rechtsform
Wer regelmäßig verkauft und Gewinn erzielen will, muss ein Gewerbe anmelden. Das geht beim Gewerbeamt deiner Gemeinde, kostet meist 20 bis 60 € und ist oft online möglich. Für den Start reicht ein Einzelunternehmen. Eine UG oder GmbH schützt dein Privatvermögen, ist aber teurer und aufwendiger. Für die GmbH brauchst du 25.000 € Stammkapital, von denen bei der Gründung mindestens die Hälfte eingezahlt sein muss. Wie die Gründung abläuft, steht im Ratgeber Unternehmen gründen.
Steuernummer, Umsatzsteuer-ID und Kleinunternehmerregelung
Nach der Anmeldung schickt dir das Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, über den du deine Steuernummer erhältst. Amazon fragt bei der Registrierung deine Steuerdaten ab, bei Bedarf auch die Umsatzsteuer-ID. Als Kleinunternehmer weist du keine Umsatzsteuer aus, wenn dein Umsatz im Vorjahr unter 25.000 € und im laufenden Jahr unter 100.000 € liegt. Bei Importen fällt trotzdem Einfuhrumsatzsteuer an, die du dann nicht als Vorsteuer abziehen kannst.
EORI-Nummer für Importe
Importierst du Ware aus einem Land außerhalb der EU, etwa aus China, brauchst du eine EORI-Nummer. Du beantragst sie kostenlos beim Zoll, und sie dient als Kennung bei der Einfuhr.
Geschäftskonto und Kreditkarte
Amazon zahlt auf ein Bankkonto aus und bucht Gebühren per Kreditkarte ab. Ein getrenntes Geschäftskonto erleichtert die Buchhaltung, und eine Kreditkarte mit ausreichendem Limit brauchst du für die Monatsgebühr. Wie du ein Geschäftskonto eröffnen kannst, erklärt ein eigener Ratgeber.
Verpackungsgesetz: LUCID-Nummer und Verpackungslizenz
Seit dem 1. Juli 2022 bist du als Händler selbst für die Lizenzierung der Versandverpackung verantwortlich, auch wenn Amazon den Karton packt. Dafür registrierst du dich im Verpackungsregister LUCID und schließt einen Lizenzvertrag ab. Amazon fragt die LUCID-Nummer in Seller Central ab, und ohne sie sperrt der Marktplatz deine Angebote. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 200.000 € geahndet werden, und die Pflicht gilt unabhängig von der Größe deines Unternehmens. Eine Anleitung bietet das Existenzgründungsportal des Bundes.
Produktsicherheit, Zertifikate und Elektrogeräte
Seit Dezember 2024 verlangt die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR) Angaben zum Hersteller und zu einer verantwortlichen Person in der EU auf der Produktseite. Elektrogeräte musst du zusätzlich bei der Stiftung ear registrieren, für Batterien gilt eine eigene Pflicht. Für Spielzeug, Kosmetik und Lebensmittel gibt es weitere Vorschriften, deshalb lohnt sich ein Blick in die Kategorieregeln, bevor du Ware bestellst.
Betriebshaftpflichtversicherung
Eine Betriebshaftpflicht schützt dich, wenn dein Produkt einen Schaden verursacht. Für den Start ist sie keine Pflicht, bei Produkten, die Schäden auslösen können, aber sinnvoll.
Checkliste: In dieser Reihenfolge kannst du Amazon FBA starten
Wer bei Amazon FBA verkaufen will, sollte der Reihe nach vorgehen, weil Amazon deine Daten bei der Kontoeröffnung prüft:
- Gewerbe anmelden.
- Steuerliche Erfassung beim Finanzamt abschließen.
- Geschäftskonto und Kreditkarte einrichten.
- Bei LUCID registrieren und eine Verpackungslizenz abschließen.
- Bei Importen eine EORI-Nummer beantragen.
- Verkäuferkonto in Seller Central erstellen.
- Marke anmelden und die Brand Registry beantragen.
Amazon FBA Kosten 2026: Alle Gebühren im Überblick
Die Amazon FBA Kosten bestehen aus vier Blöcken: dem Verkäuferkonto, der Verkaufsgebühr, der FBA-Versandgebühr und den Lagergebühren. Für die meisten Produkte summieren sie sich auf 15 bis 35 % des Bruttoverkaufspreises, Werbung nicht eingerechnet. Wer auf Amazon verkaufen will, sollte vor dem Start die Preisübersicht von Amazon prüfen, denn die Gebühren ändern sich mehrmals im Jahr.

Verkäuferkonto: Einzelanbieter oder Professionell
| Tarif | Kosten | Für wen |
|---|---|---|
| Einzelanbieter | 0,99 € pro verkauftem Artikel | Wenige Verkäufe im Monat |
| Professionell | 39 € pro Monat | Ab etwa 40 Verkäufen im Monat |
Alle Beträge verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Einige Funktionen, etwa Amazon Ads, stehen nur im Professional-Tarif zur Verfügung.
Verkaufsgebühren nach Kategorie
Die Verkaufsgebühr, auch Vermittlungsprovision oder Referral Fee genannt, ist ein Prozentsatz vom Verkaufspreis. Sie liegt in den meisten Kategorien zwischen 7 und 15 %, mindestens aber bei 0,30 € je Artikel. Berechnet wird sie auf den Bruttopreis inklusive Versandkosten. Ausnahmen sind zum Beispiel Zubehör für Amazon-Geräte mit 45 % und Schmuck mit 20 %. Seit Dezember 2025 gelten in einzelnen Kategorien niedrigere Sätze, bei Kleidung bis 15 € sind es zum Beispiel 5 statt 8 %.
FBA-Versandgebühren nach Größe und Gewicht
Für Kommissionierung, Verpackung, Versand, Kundenservice und Rücksendungen berechnet Amazon eine Versandgebühr je Einheit. Sie hängt von Größe und Gewicht ab und beginnt bei kleinen Standardprodukten bei rund 2 bis 3,50 €, große und schwere Artikel kosten über 24 €. Für Niedrigpreisartikel gelten seit Januar 2026 eigene Gebühren. Seit dem 17. April 2026 kommt ein Treibstoff- und Logistikzuschlag von 1,5 % auf die Versandgebühr hinzu.
Lagergebühren und Langzeitlagergebühren
Die Lagergebühr wird pro Kubikmeter und Monat berechnet. Von Januar bis September liegt sie bei rund 27 €, von Oktober bis Dezember steigt sie fast auf das Doppelte. Für Ware, die sehr lange im Lager liegt, kommt eine Langzeitlagergebühr dazu, die aktuellen Fristen nennt die Tarifübersicht von Amazon. Plane deshalb nur so viel Bestand ein, wie du in wenigen Monaten verkaufst.
Weitere Kosten
- Retouren und Rücksendungen, die Amazon dir berechnet,
- Entsorgung oder Liquidation von Ware, die du nicht zurückholst,
- Etikettierung durch Amazon, wenn du FNSKU-Etiketten nicht selbst klebst,
- Gebühren bei niedrigem Bestand,
- Werbung über Amazon Ads,
- Verpackungslizenz bei LUCID,
- Marke: Eine Wortmarke kostet beim DPMA ab 290 € und beim EUIPO ab 850 €,
- Tools für Produktrecherche, etwa Helium 10 oder Jungle Scout,
- Steuerberater oder Buchhaltungssoftware.
Wie viel Startkapital brauchst du für Amazon FBA?
Die Angaben von Fachseiten reichen von 2.000 bis 6.000 €, bei Private-Label-Produkten mit eigener Marke und Zertifikaten auch mehr. Der größte Posten ist die erste Warenlieferung, dazu kommen Muster, Gewerbe, Marke, Produktfotos, Werbebudget und die Gebühren der ersten Monate. Wenn dein Budget klein ist, hilft der Ratgeber Gründen mit wenig Startkapital.
Beispielrechnung: Was bleibt pro Verkauf?
Diese Amazon FBA Beispielrechnung zeigt den Rechenweg, nicht deinen Fall, und die Zahlen sind Annahmen. Ein Produkt wird für 29,99 € verkauft, der Einkauf inklusive Fracht und Zoll kostet 6,50 €. Die Amazon-Gebühren sind ohne Umsatzsteuer angesetzt.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Verkaufspreis brutto | 29,99 € |
| Umsatzsteuer 19 % | -4,79 € |
| Nettoerlös | 25,20 € |
| Wareneinkauf inklusive Fracht und Zoll | -6,50 € |
| Verkaufsgebühr 15 % | -4,50 € |
| FBA-Versandgebühr inklusive Zuschlag | -3,45 € |
| Lagergebühr | -0,10 € |
| Werbung, 10 % vom Preis | -3,00 € |
| Gewinn vor Steuern | 7,65 € |
Das sind rund 30 % vom Nettoerlös. Von diesem Gewinn gehen noch Einkommensteuer, Softwarekosten und deine Zeit ab. Bei Amazon FBA gilt eine Marge von mindestens 30 % nach allen Kosten unter Händlern als Richtwert, weil Retouren, Preisaktionen und höhere Werbekosten Luft brauchen. Wie du Preise sauber ansetzt, erklärt der Ratgeber Preis kalkulieren.
FBA-Rechner und Tools für die Kalkulation
In Seller Central steht dir ein Amazon FBA Rechner zur Verfügung, den du auch ohne Registrierung nutzen kannst. Du gibst Preis, Maße, Gewicht und Einkaufspreis ein und siehst Gebühren und Gewinn pro Einheit. Ergänzend helfen:

- Helium 10 und Jungle Scout für Absatzschätzungen und Keywords,
- Google Trends, um zu sehen, ob die Nachfrage steigt oder fällt,
- eine eigene Tabelle, in der du Einkaufspreis, Fracht und Gebühren aktualisierst, sobald sich etwas ändert.
Produkt finden: Was du bei Amazon FBA verkaufen kannst
Wer auf Amazon verkaufen will, merkt schnell: Das Produkt entscheidet, ob die Rechnung aufgeht. Gute Amazon FBA Produkte sind klein, leicht und stabil, haben eine gleichbleibende Nachfrage und lassen genug Marge für Gebühren und Werbung.
Diese Kriterien sollte dein Produkt erfüllen
- Der Verkaufspreis liegt meist zwischen 15 und 50 €.
- Das Produkt ist klein und leicht, damit die Versandgebühr niedrig bleibt.
- Es ist stabil und geht beim Transport nicht kaputt.
- Die Nachfrage ist nicht auf eine Saison begrenzt.
- Nach allen Kosten bleiben mindestens 30 % Marge.
- Es braucht wenig Erklärung und keine besondere Zulassung.
- Bei Wettbewerbern finden sich Kritikpunkte in den Rezensionen, die du besser lösen kannst.
Beispiele für Amazon FBA Produkte
Typische Produkte stammen aus Haushalt und Küche, Haustierzubehör, Sport und Fitness, Garten, Auto-Zubehör und Baby-Bedarf. Wichtig ist nicht die Kategorie, sondern ob das einzelne Produkt Preis, Größe und Marge erfüllt. Ein Küchenhelfer für 19 € in Standardgröße kann sich rechnen, ein sperriger Gartenstuhl meist nicht.
Produktrecherche Schritt für Schritt
- Sieh dir die Bestsellerlisten und Kategorien auf Amazon an und sammle Ideen.
- Prüfe die Nachfrage mit Tools wie Helium 10 oder Jungle Scout und mit Google Trends.
- Vergleiche Preise, Bewertungen und die Zahl der Verkäufer bei der Konkurrenz.
- Lies die schlechten Rezensionen, um Schwächen zu finden.
- Rechne Einkaufspreis, Fracht, Zoll und Amazon-Gebühren durch.
- Frage Hersteller an und bestelle Muster.
Wenn du ein Feld mit wenig Wettbewerb suchst, hilft der Ratgeber Nische finden.
Private Label, Arbitrage oder Dropshipping?
- Private Label: Bei Amazon FBA lässt du ein Produkt vom Hersteller unter deiner eigenen Marke produzieren. Das bringt die beste Marge und Schutz durch die Brand Registry, braucht aber mehr Kapital.
- Arbitrage: Du kaufst Ware im Handel und verkaufst sie auf Amazon weiter. Der Start geht schnell, dafür kämpfst du mit anderen Verkäufern um die Buy Box.
- Dropshipping: Der Lieferant versendet direkt an den Kunden. Das passt nicht zu FBA, weil du die Ware nicht selbst bei Amazon einlagerst.
Diese Produkte sind für FBA ungeeignet oder eingeschränkt
- Gefahrgut und leicht entzündliche Stoffe,
- leicht verderbliche Ware,
- sehr große oder schwere Artikel,
- Alkohol und Produkte mit Altersbeschränkung,
- Produkte, die eine Zulassung brauchen,
- gesperrte Kategorien und Markenartikel ohne Freigabe,
- Fälschungen und Nachahmungen.
Hersteller finden und Muster bestellen
Hersteller findest du auf Alibaba, aber auch bei Anbietern aus Europa über Verzeichnisse wie WLW oder Europages. Bestelle von zwei bis drei Herstellern Muster, vergleiche Qualität, Preis, Mindestbestellmenge und Lieferzeit und kläre, ob Fracht per Luft oder See sinnvoll ist. Teste die Idee, bevor du eine große Menge bestellst, zum Beispiel mit Mustern und Rückmeldungen von Kunden. Eine Anleitung steht im Ratgeber Geschäftsidee validieren.
Import aus China: Fracht, Zoll und Qualitätskontrolle
Kommt deine Ware aus China oder einem anderen Land außerhalb der EU, fallen Fracht, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Die Seefracht dauert mehrere Wochen, ist aber günstig, die Luftfracht ist schneller und teurer. Kläre mit dem Hersteller die Lieferbedingungen (Incoterms) wie EXW oder FOB, damit feststeht, wer Fracht und Verladung zahlt. Der Zollsatz richtet sich nach dem Warencode, die Einfuhrumsatzsteuer beträgt in der Regel 19 % und lässt sich als Vorsteuer abziehen, wenn du nicht Kleinunternehmer bist. Lass die Ware vor dem Versand von einem Inspektionsdienst prüfen, damit du Mängel nicht erst im Amazon-Lager bemerkst.
Bei Amazon FBA verkaufen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Diese Amazon FBA Anleitung zeigt dir in zehn Schritten, wie du bei Amazon FBA verkaufen kannst. Die Schritte bauen aufeinander auf, deshalb lohnt es sich, sie der Reihe nach zu gehen.
Schritt 1: Gewerbe, Steuern und Konto vorbereiten
Melde dein Gewerbe an, kläre die Steuernummer, eröffne das Geschäftskonto, registriere dich bei LUCID und besorge bei Importen die EORI-Nummer. Die Details stehen oben im Abschnitt zu den Voraussetzungen.
Schritt 2: Verkäuferkonto in Seller Central erstellen
Rufe die Seite für Verkäufer bei Amazon.de auf und wähle den Tarif. Halte Ausweis, Bankverbindung, Kreditkarte, Steuerdaten und LUCID-Nummer bereit. Amazon prüft deine Identität, das dauert oft einige Tage. Nach der Freigabe fragt Seller Central deine Lieferadresse und Produktdaten ab. Lade Dokumente in guter Qualität hoch und gib alle Angaben so ein, wie sie auf deinen Unterlagen stehen, denn Abweichungen verzögern die Prüfung.
Schritt 3: Produkt, Hersteller und Muster auswählen
Entscheide dich für ein Produkt aus deiner Recherche, bestelle Muster bei zwei bis drei Herstellern und vergleiche Qualität, Preis und Lieferzeit. Erst danach bestellst du die erste Menge.
Schritt 4: Marke eintragen und Brand Registry beantragen
Mit einer eingetragenen Marke schaltest du die Amazon Brand Registry frei. Sie bringt A+ Content, einen Brand Store, Werbeformate wie Sponsored Brands und Schutz vor Nachahmern. Eine Wortmarke kostet beim DPMA ab 290 € und beim EUIPO ab 850 €. Bei der Suche nach einem Markennamen hilft der Ratgeber Firmennamen finden, und die passende Domain registrierst du zum Beispiel bei Namecheap.
Schritt 5: GTIN, EAN und FNSKU-Etiketten besorgen
Jedes Produkt braucht einen Barcode. GTIN oder EAN bekommst du bei GS1 Germany, damit legst du das Produkt an. Für das Lager von Amazon klebst du zusätzlich FNSKU-Etiketten auf jede Einheit, alternativ übernimmt Amazon das gegen Gebühr.
Schritt 6: Listing erstellen
Das Listing ist deine Produktseite. Es besteht aus Titel, fünf Bullet Points, Beschreibung, Bildern und Suchbegriffen. Nutze die Keywords aus deiner Recherche, zeige das Produkt auf weißem Hintergrund und in Anwendung und gestalte Infografiken mit Canva. Mit der Brand Registry kannst du A+ Content hinterlegen.
Schritt 7: FBA aktivieren und Versandplan erstellen
Wähle beim Produkt „Versand durch Amazon“, gib Maße und Gewicht an und erstelle einen Versandplan. Seller Central teilt dir mit, in welches Versandzentrum du liefern sollst und wie viele Kartons du vorbereiten musst.
Schritt 8: Ware an Amazon senden
Verpacke die Einheiten, wie Amazon es verlangt, klebe die Etiketten auf die Kartons und sende die Ware per Paketdienst oder Spedition an das Zentrum. Nach dem Wareneingang erscheint der Bestand in deinem Konto, und dein Angebot wird für Kunden sichtbar. Bei der Anlieferung hast du die Wahl zwischen einem Partnerversanddienst von Amazon mit vergünstigten Tarifen und einem eigenen Paketdienst. Der Wareneingang dauert oft mehrere Tage, in der Hauptsaison länger, deshalb sendest du die Ware lieber früher.
Schritt 9: Mit Werbung starten
Starte mit Sponsored Products, mit wenigen Keywords und einem kleinen Tagesbudget. Beobachte ACoS und Umsatz und pausiere Keywords, die Geld kosten, ohne zu verkaufen.
Schritt 10: Bewertungen, Lager und Preise im Blick behalten
Prüfe regelmäßig Bestand, Preise, Retouren und Bewertungen. Fülle das Lager rechtzeitig nach, damit dein Angebot nicht ausverkauft ist, denn leere Regale kosten Ranking. Amazon bewertet dein Lager außerdem mit dem Lagerleistungsindex (IPI). Liegt er zu niedrig, begrenzt Amazon deine Lagerkapazität.
So bekommst du die ersten Verkäufe
Listing optimieren und die Honeymoon-Phase nutzen
Viele Händler berichten, dass neue Produkte in den ersten Wochen mehr Sichtbarkeit bekommen, und nennen das Honeymoon-Phase. Sorge dafür, dass Titel, Bilder und Preis zu diesem Zeitpunkt stimmen und genug Ware im Lager liegt.
Produktbilder, Video und Varianten
Bilder verkaufen auf Amazon mehr als Text. Das Hauptbild zeigt das Produkt allein auf rein weißem Hintergrund, die weiteren Bilder zeigen Details, Größe, Anwendung und Infografiken. Die längste Seite sollte mindestens 1.000 Pixel messen, damit die Zoomfunktion funktioniert. Ein kurzes Video erhöht oft das Vertrauen. Hast du mehrere Größen oder Farben, fasst du sie als Varianten in einem Listing zusammen, damit sich die Bewertungen bündeln.
So funktioniert das Amazon-Ranking
Amazon zeigt Produkte weiter oben, die gut verkaufen und gut zu einer Suche passen. Wichtige Faktoren sind die Verkaufsgeschwindigkeit, die Conversion Rate, die Relevanz von Titel und Suchbegriffen, der Preis, die Verfügbarkeit und die Bewertungen. Deshalb hängen Werbung, Listing und Lagerbestand zusammen: Ohne Ware im Lager sinkt das Ranking, und ohne gutes Listing bringt Werbung wenig.
Amazon PPC für Einsteiger
PPC steht für Pay per Click: Du zahlst nur, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Für den Start reichen Sponsored Products. Der ACoS zeigt den Anteil der Werbekosten am Umsatz aus Werbung, der TACoS bezieht sich auf den gesamten Umsatz. Liegt der ACoS über deiner Marge, zahlst du bei jedem Verkauf drauf.
Bewertungen richtig sammeln
Amazon verbietet bezahlte Bewertungen und Tauschgeschäfte. Erlaubt sind die Funktion „Bewertung anfordern“ in Seller Central und das Programm Amazon Vine für Marken. Der sicherste Weg zu guten Rezensionen sind ein gutes Produkt und eine korrekte Beschreibung.
Buy Box und Listing Hijacking
Die Buy Box ist der Kaufen-Button, über den die meisten Verkäufe laufen. Ihre Vergabe hängt unter anderem von Preis, Verfügbarkeit, Prime-Versand und Verkäuferbewertung ab. Beim Listing Hijacking hängen sich fremde Verkäufer an dein Angebot und drücken den Preis. Die Brand Registry und das Transparency-Programm schützen dich davor.
Externer Traffic und E-Mail-Liste
Zusätzlich kannst du Kunden von außen auf deine Produktseite lenken, etwa über Social Media, einen Blog oder eine E-Mail-Liste. Für Listen und Mails eignet sich zum Beispiel Systeme.io. Tipps zur Reichweite gibt der Ratgeber kleines Unternehmen online vermarkten.
Bestand, Retouren und Erstattungen bei Amazon FBA
Bestandsmanagement: Nachbestellen und Lagerlimits
Plane die Nachbestellung nach der Gesamtzeit aus Produktion, Transport und Wareneingang bei Amazon und halte einen Sicherheitsbestand für Verzögerungen bereit. Amazon begrenzt die Lagerkapazität je nach Lagerleistungsindex, deshalb solltest du nicht auf Vorrat einsenden. Vor dem Weihnachtsgeschäft lohnt es sich, die Ware früh einzusenden, weil die Lagergebühren im Herbst steigen.
Retouren, beschädigte und verlorene Ware
Kunden senden Ware zurück, und nicht jede Einheit kann wieder verkauft werden. Beschädigte oder verlorene Einheiten im Amazon-Lager erstattet Amazon unter bestimmten Bedingungen. Prüfe die Erstattungsberichte in Seller Central regelmäßig und beantrage fehlende Erstattungen. Eine hohe Retourenquote kostet Marge, deshalb lohnt es sich, die häufigsten Retourengründe in Beschreibung und Bildern zu klären.
Amazon FBA in Europa: EFN oder Pan-EU?
Mit Amazon FBA verkaufst du nicht nur in Deutschland. Beim European Fulfillment Network (EFN) lagerst du die Ware in einem Land, zum Beispiel in Deutschland, und Amazon versendet Bestellungen aus anderen Ländern von dort. Das spart Aufwand, der Versand ins Ausland ist aber teurer. Beim Pan-EU-Programm verteilt Amazon deine Ware auf Lager in mehreren Ländern, die Lieferzeiten werden kürzer, dafür musst du dich in den Ländern mit deinem Lager meist für die Umsatzsteuer registrieren. Für den Start reicht fast immer Deutschland.
Steuern und Buchhaltung bei Amazon FBA
Auf deine Verkäufe fällt in der Regel Umsatzsteuer an, meist mit 19 %, bei bestimmten Waren mit 7 %. Die Umsatzsteuervoranmeldung gibst du monatlich oder vierteljährlich ab. Wer Ware über das Pan-EU-Programm in anderen Ländern lagert, muss sich oft dort für die Umsatzsteuer registrieren, dabei helfen die Umsatzsteuer-Services von Amazon.
Die Abrechnungen von Amazon enthalten Verkaufserlöse, Gebühren, Erstattungen und Rücksendungen, deshalb lohnt sich eine Buchhaltungssoftware, die die Daten automatisch einliest. Als Einzelunternehmer ermittelst du den Gewinn in der Regel mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Gewerbesteuer fällt erst an, wenn dein Gewinn den Freibetrag von 24.500 € übersteigt. Bewahre alle Belege nach den gesetzlichen Fristen auf, dazu gehören die monatlichen Abrechnungen, Umsatzsteuerberichte und Rechnungen von Amazon über Gebühren.
Amazon FBA oder FBM? Das passende Versandmodell
Bei FBM lagerst und versendest du selbst, bei FBA übernimmt Amazon beides. Die Wahl hängt von Produkt, Größe und Aufwand ab.
| Kriterium | Amazon FBA | FBM |
|---|---|---|
| Lager und Versand | Amazon | Du selbst |
| Prime-Logo | Ja | Nur mit Prime-Programm für Verkäufer |
| Kosten | Versand- und Lagergebühren | Eigene Versand- und Lagerkosten |
| Aufwand | Gering | Hoch |
| Kontrolle | Geringer | Volle Kontrolle |
| Geeignet für | Standardprodukte in kleinen Größen | Sperrige oder seltene Produkte |
Wer unabhängiger von Amazon werden will, baut parallel einen eigenen Shop auf, zum Beispiel mit Shopify oder mit WordPress und Hostinger. Wie das geht, steht im Ratgeber Online-Business starten.
Amazon FBA oder eigener Onlineshop?
| Kriterium | Amazon FBA | Eigener Onlineshop |
|---|---|---|
| Reichweite | Sehr hoch, Kunden sind schon da | Muss aufgebaut werden |
| Gebühren | Verkaufs-, Versand- und Lagergebühren | Plattform- und Zahlungsgebühren |
| Kundendaten | Bleiben bei Amazon | Gehören dir |
| Marke | Nur eingeschränkt sichtbar | Volle Kontrolle |
| Startaufwand | Gering | Höher |
| Abhängigkeit | Hoch | Geringer |
Viele Händler starten mit Amazon FBA und bauen daneben einen eigenen Shop auf. Mit Multichannel-Fulfillment kann Amazon auch Bestellungen aus deinem eigenen Shop versenden.
Alternativen zu Amazon FBA
Wenn Amazon FBA nicht passt, hast du mehrere Alternativen: den Verkauf mit FBM, andere Marktplätze wie eBay, Kaufland oder Otto, Dropshipping über einen eigenen Shop oder ein eigenes Lager mit eigenem Versand. Jede Alternative hat andere Kosten und andere Anforderungen, und viele Händler kombinieren mehrere Wege, um nicht von einem Kanal abhängig zu sein. Wer auf Amazon verkaufen will, ohne selbst zu versenden, bleibt trotzdem meist bei FBA.
Tipps für den Start mit Amazon FBA
- Beginne mit einer kleinen Menge und prüfe, ob das Produkt wirklich verkauft.
- Rechne mit Puffer: Gebühren, Preise und Wechselkurse ändern sich.
- Entwickle nach dem ersten Erfolg zwei bis drei weitere Produkte, damit du nicht von einem abhängst.
- Halte Rücklagen für mindestens drei Monate, weil Erlöse erst nach der Auszahlung eintreffen.
- Prüfe Bestand und Preise einmal pro Woche.
- Werte monatlich Gewinn pro Produkt, Retourenquote und ACoS aus.
- Baue eine Marke auf, statt nur günstige Ware ohne Wiedererkennung zu verkaufen.
Wichtige Begriffe rund um Amazon FBA
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| ASIN | Produktnummer von Amazon, die jedes Produkt eindeutig kennzeichnet |
| SKU | Deine eigene Artikelnummer zur Verwaltung |
| FNSKU | Etikettennummer, mit der Amazon deine Einheit im Lager erkennt |
| GTIN, EAN | Barcode des Produkts |
| Listing | Deine Produktseite auf Amazon |
| Buy Box | Kaufen-Button, über den die meisten Verkäufe laufen |
| BSR | Bestseller-Rang eines Produkts in seiner Kategorie |
| ACoS, TACoS | Werbekosten im Verhältnis zum Umsatz aus Werbung, beziehungsweise zum Gesamtumsatz |
| IPI | Lagerleistungsindex, der deine Lagerkapazität beeinflusst |
| Brand Registry | Markenschutzprogramm von Amazon |
| EFN, Pan-EU | Programme für den Verkauf in mehreren EU-Ländern |
Kontosperrung bei Amazon FBA vermeiden
Eine Kontosperrung trifft Händler, die gegen Regeln verstoßen, und sie lässt sich meist vermeiden. Die häufigsten Gründe sind eine fehlende oder falsche LUCID-Nummer, gekaufte oder getauschte Bewertungen, eine hohe Retourenquote, Beschwerden über Fälschungen und fehlende Produktangaben nach der GPSR. Halte deine Unterlagen aktuell, beantworte Kundenanfragen schnell und lies die Mitteilungen in Seller Central, denn dort nennt Amazon Fristen und Gründe. Wird dein Konto gesperrt, kannst du einen Plan für Gegenmaßnahmen einreichen.
Häufige Fehler bei Amazon FBA
- Du kalkulierst ohne Werbung, Retouren und Lagergebühren und landest mit einer zu niedrigen Marge.
- Du bestellst zu viel Ware auf einmal, ohne das Produkt vorher getestet zu haben.
- Du ignorierst LUCID und Produktsicherheit, und Amazon sperrt dein Angebot.
- Du startest ohne Marke und verlierst die Buy Box an Nachahmer.
- Du nutzt schlechte Bilder und einen unklaren Titel.
- Du schaltest Werbung ab, sobald die ersten Verkäufe laufen, und verlierst Ranking.
- Du lässt den Bestand auslaufen, weil Nachbestellungen mehrere Wochen dauern.
Häufige Fragen zu Amazon FBA
Was kostet es, bei Amazon FBA zu verkaufen?
Du zahlst 39 € im Monat für den Professional-Tarif oder 0,99 € je verkauftem Artikel als Einzelanbieter. Dazu kommen die Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 %, die FBA-Versandgebühr und die Lagergebühr. Zusammen sind es meist 15 bis 35 % vom Bruttopreis, ohne Werbung.
Wie viel Startkapital brauche ich für Amazon FBA?
Fachseiten nennen meist 2.000 bis 6.000 €. Bei Private Label mit eigener Marke, Zertifikaten und größerer Bestellmenge kann es mehr sein. Der größte Posten ist die erste Warenlieferung.
Kann ich Amazon FBA nebenberuflich starten?
Ja, viele starten neben dem Job, weil Amazon Lager und Versand übernimmt. Du musst das Gewerbe trotzdem anmelden und deinen Arbeitgeber gegebenenfalls informieren. Mehr dazu steht im Ratgeber nebenberuflich selbstständig machen.
Brauche ich ein Gewerbe für Amazon FBA?
Ja, sobald du regelmäßig auf Amazon verkaufen und Gewinn erzielen willst, brauchst du ein Gewerbe. Amazon verlangt für das Verkäuferkonto Unternehmensangaben, Steuerdaten und eine gültige Identität.
Welche Produkte eignen sich für Amazon FBA?
Am besten eignen sich kleine, leichte und stabile Produkte mit einem Preis zwischen 15 und 50 €, gleichbleibender Nachfrage und mindestens 30 % Marge. Gefahrgut, verderbliche Ware und sehr große Artikel sind ungeeignet.
Wie lange dauert es bis zum ersten Verkauf?
Die Kontoeröffnung dauert einige Tage, die Produktion und Lieferung der Ware meist mehrere Wochen. Nach dem Wareneingang bei Amazon kann der erste Verkauf innerhalb weniger Tage folgen, vor allem mit Werbung.
Lohnt sich Amazon FBA 2026 noch?
Ja, wenn du ein Produkt mit genug Marge findest und die Gebühren genau kalkulierst. Die Konkurrenz ist größer als früher, deshalb funktioniert Amazon FBA kaum noch ohne Produkttest, Marke und Werbebudget.
Was ist der Unterschied zwischen FBA und FBM?
Bei FBA lagert und versendet Amazon deine Ware, bei FBM übernimmst du beides selbst. FBA spart Zeit und bringt das Prime-Logo, FBM gibt dir mehr Kontrolle und kann bei sperrigen Produkten günstiger sein.
Welche Marge brauche ich bei Amazon FBA?
Händler empfehlen mindestens 30 % Marge nach allen Kosten, einschließlich Werbung und Retouren. Bei weniger bleibt kaum Spielraum für Preisaktionen und höhere Gebühren.
Was passiert bei einer Kontosperrung?
Amazon sperrt dein Verkäuferkonto zum Beispiel bei fehlender LUCID-Nummer, manipulierten Bewertungen, hoher Retourenquote oder Regelverstößen. Du kannst über Seller Central einen Plan für Gegenmaßnahmen einreichen, dein Geld bleibt oft eine Zeit lang gesperrt.
Wie viel verdient man mit Amazon FBA?
Das hängt von Marge und Absatz ab. Mit 7,65 € Gewinn pro Einheit wie in der Beispielrechnung sind es bei 300 Verkäufen im Monat rund 2.300 € vor Steuern und Fixkosten. Die ersten Monate bringen oft keinen Gewinn, weil Ware und Werbung zuerst bezahlt werden müssen.
Ist Amazon FBA seriös?
Ja, Amazon FBA ist ein offizielles Programm von Amazon. Vorsicht gilt bei Coachings und Kursen, die schnellen Reichtum versprechen. Rechne selbst, teste Produkte mit kleiner Menge und prüfe jedes Angebot, bevor du zahlst.
Brauche ich eine Marke für Amazon FBA?
Für den Start brauchst du keine Marke. Ohne eingetragene Marke bekommst du aber keinen Zugang zur Brand Registry und damit weder A+ Content noch Brand Store und weniger Schutz vor Nachahmern. Bei Private Label solltest du die Marke früh anmelden.
Wann zahlt Amazon aus?
Amazon überweist deine Erlöse in der Regel alle 14 Tage auf dein Bankkonto, abzüglich Gebühren und Rückerstattungen.









