Wer Besucher über eine Anzeige, einen Newsletter oder einen Social-Media-Beitrag bekommt, schickt sie besser nicht auf die Startseite. Dort sieht jeder etwas anderes, und niemand weiß genau, was er als Nächstes tun soll. Eine eigene Seite mit nur einem Ziel führt die Leute dagegen direkt zur gewünschten Handlung, zum Beispiel zum Kauf, zur Anfrage oder zur Anmeldung.
Wenn du eine Landingpage erstellen willst, brauchst du dafür weder Programmierkenntnisse noch ein großes Budget. Mit einem Baukasten oder einem WordPress-Plugin steht eine erste Version oft an einem Nachmittag. Entscheidend sind Ziel, Aufbau und Text, nicht das Tool. In diesem Ratgeber findest du den ganzen Weg: von der Planung über Headline, Call-to-Action und Social Proof bis zu Tools, Kosten, Recht und Optimierung. Am Ende warten eine Checkliste und die wichtigsten Fragen im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Landingpage hat genau ein Ziel und verzichtet auf Menü und Ablenkung.
- Der Aufbau folgt einer festen Logik: Hero-Bereich mit Headline und Call-to-Action, Nutzen, Social Proof, Einwände und ein finaler CTA.
- Vor dem Bauen legst du Conversion-Ziel, Zielgruppe und Angebot fest, erst danach Tool und Design.
- Für den Start reichen ein Baukasten oder WordPress. Ein spezieller Builder lohnt sich bei vielen Kampagnen und A/B-Tests.
- Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligung gehören auch auf die Landingpage.
- Nach dem Start misst und testest du, statt zu raten.
Was ist eine Landingpage und wofür brauchst du sie?
Eine Landingpage ist eine Seite, auf der Besucher nach einem Klick auf eine Anzeige, einen Link oder eine E-Mail ankommen.

Sie ist komplett auf eine bestimmte Handlung ausgerichtet. Man nennt sie auch Zielseite, und die Schreibweisen Landing Page und Landing-Page sind ebenfalls üblich. Hier soll niemand lange stöbern. Die Seite zeigt ein Angebot und einen klaren nächsten Schritt.
Landingpage, Homepage und Onepager im Unterschied
Auf der Homepage stellst du dein ganzes Unternehmen vor, mit Menü, Unterseiten und vielen möglichen Wegen. Eine Landingpage hat dagegen immer nur ein übergeordnetes Ziel und lässt alles weg, was davon ablenkt, also Navigation und externe Links. Sie kann eine Unterseite deiner Website sein oder als eigenständige Seite laufen. Wie du die restliche Webpräsenz aufbaust, erklärt der Ratgeber zum Thema Website für Unternehmen erstellen.
Ein Onepager ist etwas anderes. Er packt eine komplette Website mit mehreren Bereichen auf eine einzige Seite und hat oft ein kleines Menü zum Springen zwischen den Abschnitten. Eine Landingpage wird dagegen über ihren Zweck definiert, nämlich Besucher zu genau einer Entscheidung zu führen.
Opt-in-Page, Sales Page und Lead Magnet
In der Praxis unterscheidet man vor allem zwei Arten von Landingpages:
- Opt-in-Page: Besucher tragen ihre E-Mail-Adresse ein und bekommen dafür etwas Kostenloses, zum Beispiel ein E-Book, eine Checkliste oder eine Webinar-Aufzeichnung. Dieses Gratisangebot heißt Lead Magnet. Die Seite ist meist kurz.
- Sales Page: Hier wird ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft. Die Seite braucht mehr Überzeugungsarbeit, liefert alle wichtigen Informationen und ist deshalb oft länger.
Ein Lead Magnet muss nicht aufwendig sein. Eine kurze Vorlage oder Checkliste reicht oft schon aus. Wie du so ein Produkt baust, steht im Beitrag zum Thema digitales Produkt erstellen. Dazu kommen Seiten für Webinare, Events, Terminbuchungen oder Produktstarts, die nach demselben Muster funktionieren.
Wann sich eine Landingpage lohnt
Eine eigene Zielseite lohnt sich immer dann, wenn du Besucher mit einem klaren Angebot ansprichst. Typische Fälle sind Anzeigen bei Google oder Meta, ein Newsletter, ein Produktstart, ein Webinar, ein kostenloser Download oder die Buchung eines Beratungstermins. Ohne eigene Seite landen viele Klicks auf einer Startseite, auf der der Bezug zur Anzeige fehlt. Das kostet Aufmerksamkeit und am Ende Abschlüsse, weil Besucher erst suchen müssen, was sie eigentlich wollten. Auch für lokale Anbieter, Coaches, Berater und Online-Shops lohnt sich der Aufwand, weil jede Kampagne ihre eigene Zielseite bekommen kann. Das macht die Auswertung deutlich klarer.
Auch wer gerade ein Online Business starten will, braucht oft als Erstes genau diese eine Seite.
Vorteile einer Landingpage
Gegenüber der Startseite hat eine eigene Zielseite mehrere Vorteile. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine einzige Handlung, und genau dadurch steigt die Chance, dass Besucher sie ausführen. Du kannst Text, Bilder und Angebot auf eine Zielgruppe und eine Anzeige zuschneiden, statt alle gleichzeitig anzusprechen. Der Erfolg lässt sich sauber messen, weil Quelle, Verhalten und Ergebnis klar zusammenhängen.
Auch bei Werbung zahlt sich das aus. Bei Google Ads fließt die Qualität der Zielseite in die Bewertung deiner Anzeigen ein. Passen Anzeige und Seite zusammen, kann das Klicks günstiger machen und mehr Anfragen bringen. Du kannst Varianten gegeneinander testen, ohne die Hauptseite anzufassen, und nach und nach herausfinden, was bei deiner Zielgruppe funktioniert.
Landingpage erstellen in 8 Schritten
Die folgenden acht Schritte führen dich von der Idee bis zur veröffentlichten Landingpage. Wenn du deine Landingpage selbst erstellen willst, halte dich an die Reihenfolge, denn Ziel und Texte kommen vor dem Design.

Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen
Lege eine einzige Handlung fest, die Besucher ausführen sollen. Das kann ein Kauf sein, eine Anfrage, eine Terminbuchung, die Anmeldung zum Newsletter oder ein Download. Formuliere dieses Conversion-Ziel so, dass man es messen kann. „Besucher schicken das Anfrageformular ab“ ist besser als „Wir wollen unser Angebot zeigen“. Daneben kannst du Micro-Conversions notieren, also kleine Schritte auf dem Weg, etwa das Öffnen einer FAQ oder das Abspielen eines Videos.
Danach beschreibst du die Zielgruppe. Welches Problem hat sie, was weiß sie schon über dein Angebot, welche Einwände bringt sie mit und welche Alternativen vergleicht sie? Wer gezielt recherchieren möchte, findet Methoden im Beitrag Marktforschung für Gründer.
Prüfe auch, woher der Traffic kommt. Anzeige, Link und Landingpage müssen dieselbe Geschichte erzählen. Fachleute nennen das Message Match. Wer in der Anzeige eine kostenlose Analyse verspricht, darf Besucher nicht mit einem allgemeinen Willkommenstext begrüßen.
Schritt 2: Angebot, Nutzen und Belege sammeln
Bevor du Texte schreibst, erstellst du drei Listen: Vorteile (was ändert sich für den Kunden), Leistungen (was bekommt er konkret) und Belege (warum glaubt man dir). Ein Merkmal beschreibt dein Angebot, ein Nutzen sagt, was dieses Merkmal für den Besucher bedeutet. Besucher entscheiden nach dem Nutzen.
| Merkmal | Nutzen |
|---|---|
| Kostenlose Checkliste als PDF | Du prüfst deine Seite in zehn Minuten vor dem Start |
| Persönliche Beratung per Video | Du bekommst Antworten auf deine Fragen, ohne lange zu suchen |
| Eigene Domain inklusive | Deine Seite wirkt seriös und ist leicht zu merken |
| Support auf Deutsch | Du bekommst Hilfe in deiner Sprache, wenn etwas nicht klappt |
Sammle dazu typische Einwände, zum Beispiel „Passt das zu meiner Branche?“ oder „Wie viel Zeit kostet mich das?“. Ergänze Belege wie Kundenstimmen, Bewertungen, Zahlen oder Siegel. Wer noch keine Kunden hat, testet sein Angebot am besten zuerst im Kleinen. Wie das funktioniert, zeigt der Ratgeber zum Thema Geschäftsidee validieren.
Schritt 3: Aufbau skizzieren
Zeichne die Landingpage zuerst als Wireframe, am besten mit Stift und Papier. Es geht nur um Kästen, Reihenfolge und Funktion, nicht um Farben. Notiere zu jedem Abschnitt vier Dinge: Zweck, Inhalt, Priorität und Position. Fünf bis sieben Abschnitte sind ein guter Start. Teure oder erklärungsbedürftige Angebote dürfen mehr Platz bekommen. Welche Bausteine zum Landingpage Aufbau gehören, steht im Abschnitt weiter unten.
Schritt 4: Das passende Tool wählen
Welches Tool zu dir passt, hängt von Budget, Vorkenntnissen und davon ab, ob die Landingpage in eine bestehende Website eingebunden werden soll. Für den Anfang reichen ein Baukasten oder WordPress. Eine genaue Übersicht mit Vor- und Nachteilen findest du im Tool-Abschnitt weiter unten.
Schritt 5: Landingpage Texte schreiben
Der Text entscheidet oft mehr als das Design. Formuliere zuerst die Kernbotschaft in einem einzigen Satz. Aus ihm leitest du Headline, Subheadline und Vorteile ab. Nutze dabei die Wörter, die deine Zielgruppe selbst verwendet, auch in Anzeigen und Suchanfragen.
Die Headline muss in wenigen Sekunden sagen, was der Besucher bekommt. Sie sollte kurz sein, am besten zehn bis zwölf Wörter, und ein Ergebnis oder Problem ansprechen. Drei Formeln haben sich bewährt:
- Ergebnis plus Zeitraum: „Dein Angebot online in einem Nachmittag“
- Problem plus Lösung: „Klicks, aber keine Anfragen? Mit klarer Struktur ändert sich das“
- Zahl plus Nutzen: „3 Schritte zur ersten Anfrage über deine Website“
Die Subheadline darunter erklärt, wie das Ergebnis erreicht wird oder für wen das Angebot gedacht ist. Sie wiederholt die Headline nicht, sondern ergänzt sie. Im Fließtext gelten kurze Sätze, direkte Ansprache und konkrete Zahlen statt vager Wörter wie „gutes Gehalt“ oder „viele Kunden“. Nutze Listen, Zwischenüberschriften und fette Schlüsselwörter, weil die meisten Besucher überfliegen statt lesen.
Für einzelne Textblöcke hilft das PAS-Schema: Problem benennen, die Folge zuspitzen, die Lösung zeigen. Übertreib es nicht. Präzise Zusammenhänge wirken stärker als dramatische Versprechen.
Der Call-to-Action verdient besondere Sorgfalt. Ein Button mit „Absenden“ beschreibt nur eine technische Handlung. Besser ist ein Text, der sagt, was nach dem Klick passiert:
- „Beratung anfragen“
- „Checkliste herunterladen“
- „Kostenlos testen“
- „Termin buchen“
Schritt 6: Bilder, Design und mobile Ansicht
Gutes Design schafft Orientierung. Setze auf eine klare Hierarchie, genug Weißraum, einheitliche Schriften und einen Button, der sich deutlich vom Rest abhebt. Das Hero-Bild zeigt am besten das Ergebnis oder die Zielgruppe bei der Nutzung deines Angebots, möglichst mit eigenen Fotos statt Stockmaterial. Auch Videos, Grafiken und Icons helfen, das Angebot schneller zu verstehen.
Plane die Landingpage von Anfang an für das Smartphone. Google nutzt für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Seite, wie in der Dokumentation zu Mobile-first-Indexierung beschrieben. Buttons müssen groß genug zum Tippen sein, Text muss ohne Zoomen lesbar bleiben, und der CTA sollte auch auf dem Handy ohne langes Scrollen sichtbar sein.
Achte auch auf Kontrast und Ladezeit. Für normalen Text empfehlen die Web-Richtlinien WCAG 2.2 ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5 zu 1, für große Schrift 3 zu 1. Komprimiere Bilder und teste die Seite mit einem Tool wie Google PageSpeed Insights. Als Richtwert gilt eine Ladezeit unter drei Sekunden.
Schritt 7: Formular, Tracking und rechtliche Seiten
Frag im Formular nur Daten ab, die du für den nächsten Schritt wirklich brauchst. Jedes zusätzliche Feld senkt die Abschlussquote. Kennzeichne Pflichtfelder, formuliere verständliche Beschriftungen und zeige Fehler direkt am Feld an. Nach dem Absenden braucht der Besucher eine Bestätigung oder eine eigene Danke-Seite. Die Danke-Seite hilft dir zusätzlich beim Messen, weil du dort die Conversion zählen kannst.
Richte Tracking ein, bevor du Besucher auf die Seite schickst. Lege Conversion-Ereignisse fest und hänge UTM-Parameter an die Links deiner Kampagnen, damit du siehst, welche Quelle wie viel bringt. Verlinke Impressum und Datenschutzerklärung im Footer. Was dazu gehört, erfährst du im Rechts-Abschnitt weiter unten.
Schritt 8: Veröffentlichen, testen und verbessern
Verbinde deine Domain oder nutze zunächst die Subdomain des Anbieters. Prüfe alle Links, das Formular und die Darstellung auf mehreren Geräten. Kommt nach dem Absenden eine Bestätigungs-Mail an? Ist die Seite im Browser als sicher markiert? Erst dann gehst du live.
Wer eine Landingpage erstellen will, startet am besten mit einer ersten belastbaren Version und verbessert sie danach. Sie muss nicht endgültig sein. Schau zuerst, ob Traffic und Zielgruppe passen, und bewerte erst danach die Seite selbst. Ändere immer nur eine Sache auf einmal, sonst weißt du nicht, was gewirkt hat.
Der Aufbau einer Landingpage: Diese Bausteine gehören rein
Eine Reihenfolge, die immer passt, gibt es nicht. Der folgende Landingpage Aufbau ist aber ein bewährter Ausgangspunkt für Lead-, Event-, Produkt- und Dienstleistungsseiten. Jeder Abschnitt hat eine klare Aufgabe: informieren, überzeugen oder zur Handlung führen.

| Baustein | Aufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Hero-Bereich | Aufmerksamkeit gewinnen und den Nutzen in Sekunden zeigen | Headline, Subheadline, Bild, CTA-Button |
| Problem und Lösung | Verständnis zeigen und den Weg dorthin skizzieren | Kurzer Absatz mit der Situation der Zielgruppe |
| Nutzen | Vorteile aus Sicht des Besuchers erklären | Drei bis fünf Vorteile mit Icon und Satz |
| Social Proof | Vertrauen aufbauen | Kundenstimmen, Bewertungen, Logos |
| Einwände und FAQ | Zweifel ausräumen | Vier bis sechs kurze Fragen mit Antworten |
| Finaler CTA | Zur Handlung führen | Button mit kurzem Satz und Formular |
| Footer | Pflichtangaben liefern | Impressum, Datenschutzerklärung |
Hero-Bereich mit Headline, Subheadline und CTA
Der Hero-Bereich ist alles, was Besucher sehen, ohne zu scrollen. Man spricht auch von Above the Fold. Hier entscheidet sich in wenigen Sekunden, ob jemand bleibt oder abspringt. Der Bereich braucht Logo, Headline, Subheadline, ein passendes Bild oder Video und einen sichtbaren CTA-Button. Das Logo steht üblicherweise oben links, weil Besucher es dort erwarten. Der Besucher sollte hier drei Fragen beantwortet bekommen: Worum geht es, für wen ist das gedacht und was soll ich jetzt tun?
Problem und Lösung
Gleich nach dem Hero-Bereich beschreibst du das Problem der Zielgruppe und danach deine Lösung. Der Besucher soll sich verstanden fühlen. Benenne das Problem, zeige kurz, was passiert, wenn es bleibt, und stelle dann dein Angebot als Weg dorthin vor. Drei bis fünf Sätze reichen für diesen Abschnitt.
Nutzen statt Features
Danach folgen drei bis fünf Vorteile, jeweils mit kurzer Erklärung und gern mit einem Icon. Schreib aus Sicht des Besuchers, nicht aus Sicht deines Produkts. Auch hier hilft die Frage: Was hat der Leser davon? Dein Alleinstellungsmerkmal gehört in diesen Teil, also der Grund, warum man bei dir und nicht bei der Konkurrenz kauft.
Social Proof, Testimonials und Trust-Elemente
Menschen vertrauen anderen Menschen mehr als Unternehmen. Zeig deshalb Kundenstimmen mit Namen und Foto, Bewertungen, Zahlen, bekannte Kunden, Siegel oder Zertifikate. Am besten stehen sie direkt vor oder nach dem CTA, denn dort zweifeln Besucher am häufigsten. Verwende nur echte Belege. Gerade bei neuen oder erklärungsbedürftigen Angeboten sind Trust-Elemente oft der Auslöser für den Klick.
| Trust-Element | Wirkung |
|---|---|
| Kundenstimme mit Name und Foto | Wirkt persönlich und glaubwürdig |
| Bewertungen mit Sternen | Geben einen schnellen Überblick |
| Zahlen zu Kunden oder Projekten | Zeigen Erfahrung und Größe |
| Logos bekannter Kunden | Übertragen Bekanntheit auf dein Angebot |
| Siegel und Zertifikate | Zeigen eine Prüfung durch Dritte |
| Garantie oder Testphase | Senkt das wahrgenommene Risiko |
Einwände beantworten und FAQ
Eine starke Landingpage beantwortet Fragen, bevor sie den Abschluss verhindern. Typische Einwände sind der Preis, der Zeitaufwand, fehlende Vorkenntnisse oder die Sorge, dass es nicht zum eigenen Fall passt. Eine kurze FAQ, eine Garantie oder ein Hinweis auf Kündigungsmöglichkeiten senkt das Risiko aus Sicht des Besuchers.
Formular und finaler Call-to-Action
Am Ende der Seite wiederholst du den Nutzen und machst den nächsten Schritt klar. Der CTA sollte mehrfach auf der Seite vorkommen, etwa nach dem Hero-Bereich, nach den Belegen und am Schluss. Alle Buttons führen zum selben Ziel, nur die Formulierung darf wechseln. Mehrere gleichwertige Ziele solltest du vermeiden. Wer zwischen vielen Möglichkeiten wählen muss, entscheidet sich oft für keine, das nennt man Auswahlparadoxon.
Footer mit Impressum und Datenschutz
Eine Landingpage braucht kein Menü, aber ganz unten gehören Links zu Impressum und Datenschutzerklärung. Sonst verstößt du gegen gesetzliche Pflichten und verlierst Vertrauen bei Besuchern, die genau darauf achten.
Die Danke-Seite nach der Anmeldung
Die Danke-Seite wird oft vergessen, dabei ist sie ein eigener Baustein. Sie bestätigt, dass die Anmeldung geklappt hat, und sagt, was als Nächstes passiert, zum Beispiel: „Wir haben dir eine E-Mail geschickt, bitte bestätige deine Adresse.“ Bei einem Download liegt hier der Link zur Datei. Auf der Seite kannst du einen zweiten, kleinen Schritt anbieten, etwa ein Gespräch zu buchen oder einem Kanal zu folgen. Weil jeder Besucher nur nach einer erfolgreichen Anmeldung dort ankommt, eignet sich die Seite gut als Messpunkt für deine Conversion.
Video, Bilder und Grafiken sinnvoll einsetzen
Ein kurzes Erklärvideo von 30 bis 90 Sekunden kann ein Angebot schneller verständlich machen als ein langer Text, vor allem bei Software oder erklärungsbedürftigen Dienstleistungen. Das Video sollte nicht automatisch mit Ton starten, braucht Untertitel und darf die Ladezeit nicht belasten. Bei eingebundenen Videos von Drittanbietern prüfst du, ob sie datenschutzkonform geladen werden, denn auch dort können Daten übertragen werden.
Bei Bildern gilt: Jedes Bild braucht einen Zweck. Ein Foto vom Ergebnis, ein Screenshot der Software oder eine einfache Grafik zum Ablauf erklärt mehr als ein austauschbares Bild von lächelnden Menschen am Laptop. Vergiss die Alt-Texte nicht, sie helfen Screenreadern und der Suche.
Wie lang darf eine Landingpage sein?
Eine feste Länge gibt es nicht. Entscheidend ist, wie viel ein Besucher wissen muss, bevor er sich entscheidet. Für eine kostenlose Anmeldung genügen meist wenige Abschnitte: Nutzen, ein Beleg, Formular. Bei teuren, neuen oder erklärungsbedürftigen Angeboten braucht es mehr Platz für Problem, Ablauf, Belege und Einwände. Die Regel lautet daher: so kurz wie möglich, so lang wie nötig. Auf langen Seiten wiederholst du den CTA mehrfach, damit der Besucher nicht ganz nach oben scrollen muss.
Landingpage Beispiele: Drei Aufbauten im Vergleich
Die folgenden drei Beispiele sind konstruierte Aufbauten, keine echten Seiten. Sie zeigen, wie sich Abschnitte, Headline und CTA je nach Ziel unterscheiden. Echte Landingpage Beispiele findest du in den Vorlagenbibliotheken der Builder und in den Anzeigen, die dir selbst begegnen.

Beispiel 1: Opt-in-Page für eine kostenlose Checkliste
Ein Berater will E-Mail-Adressen sammeln und bietet dafür eine Checkliste an. Die Seite ist kurz und hat nur ein Eingabefeld.
- Headline: „Die Checkliste für deine erste Anfrage über die Website“
- Aufbau: Hero-Bereich mit Cover-Bild und E-Mail-Feld, drei Vorteile, eine Kundenstimme, Datenschutzhinweis
- CTA: „Checkliste herunterladen“
Beispiel 2: Sales Page für einen Online-Kurs
Ein teures Angebot braucht mehr Überzeugungsarbeit, deshalb ist die Seite länger. Sie führt den Besucher durch alle Fragen, die vor einer Kaufentscheidung auftauchen.
- Headline: „Dein Online-Kurs in sechs Wochen: Struktur, Material, Start“
- Aufbau: Hero-Bereich, Problem, Lösung, Inhalte nach Modulen, Vorstellung des Dozenten, Kundenstimmen, Preis mit Garantie, FAQ, finaler CTA
- CTA: „Jetzt Platz sichern“, nur bei echter Platzbegrenzung
Beispiel 3: Terminseite für ein Erstgespräch
Hier soll der Besucher direkt einen Termin buchen. Die Seite erklärt kurz, was im Gespräch passiert, und nimmt die Angst vor dem ersten Schritt.
- Headline: „Kostenloses Erstgespräch: In 30 Minuten wird dein Angebot klar“
- Aufbau: Hero-Bereich mit Buchungsfeld, Ablauf in drei Schritten, kurze Vorstellung, Referenzen, FAQ
- CTA: „Termin buchen“
Bei allen drei Seiten gilt dasselbe Prinzip: ein Ziel, ein Hauptbutton und ein Text, der zum Besucher spricht. Übernimm solche Aufbauten nie unverändert, sondern passe sie an dein Angebot und deine Zielgruppe an.
Landingpage Tipps für mehr Conversions
Viele der folgenden Conversion-Tipps kennst du schon aus den einzelnen Schritten. Hier stehen sie als Überblick, den du vor jedem Launch durchgehen kannst:
- Eine Seite, ein Ziel. Streiche alles, was nicht zum Hauptziel beiträgt.
- Message Match. Anzeige, Link und Landingpage müssen dieselbe Botschaft tragen.
- Nutzen vor Technik. Erkläre, was der Besucher davon hat, nicht nur, wie das Angebot funktioniert.
- Belege nah am Button. Eine Kundenstimme neben dem CTA wirkt stärker als eine am Seitenende. Wer noch keine Kundenstimmen hat, findet Wege im Beitrag erste Kunden gewinnen.
- Kurze Formulare. Frag nur nach dem, was du für den nächsten Schritt brauchst.
- Schnell und mobil. Eine langsame Seite verliert Besucher, bevor sie etwas gelesen haben.
- Testen statt vermuten. Ändere nur eine Sache und miss das Ergebnis.
Ein Wort zu Dringlichkeit und Verknappung: Fristen und begrenzte Plätze steigern die Entscheidung, aber nur, wenn sie echt sind. Ein Countdown, der sich bei jedem Besuch zurücksetzt, oder ein „nur noch drei Plätze“ ohne Grund ist irreführend und rechtlich riskant. Besucher verlieren das Vertrauen, sobald sie es merken. Nutze Knappheit nur dort, wo sie wirklich besteht, etwa bei einem Live-Webinar oder einem Platzkontingent.
Mit welchem Tool kannst du eine Landingpage erstellen?
Es gibt kein Tool, das für jeden die beste Wahl ist, wenn du eine Landingpage erstellen willst. Die Entscheidung hängt davon ab, was du schon nutzt, wie viel Kontrolle du willst und wie viele Seiten du planst. Hier die wichtigsten Wege im Überblick.

Landingpage mit einem Baukasten erstellen
Baukästen wie Wix, Jimdo oder IONOS sind der einfachste Einstieg. Du wählst eine Vorlage, ziehst Elemente per Drag-and-Drop an die richtige Stelle und veröffentlichst die Seite. Hosting ist meist inklusive, eine eigene Domain kostet extra. Wix bietet zum Beispiel einen kostenlosen Tarif und einen KI-Assistenten, der aus einer kurzen Beschreibung einen ersten Entwurf erstellt. Der Nachteil: Du bist an die Funktionen und Preise des Anbieters gebunden.
Landingpage mit WordPress erstellen
Wenn deine Website ohnehin mit WordPress läuft, kannst du die Landingpage direkt dort anlegen. Dafür nutzt du ein Theme und einen Page-Builder wie Elementor, Thrive Architect oder OptimizePress. Das hat den Vorteil, dass die Seite bei dir liegt und du unabhängig von einem externen Tool bleibst. Dafür brauchst du etwas mehr Einarbeitung und musst Updates und Sicherheit selbst im Blick behalten. Elementor gibt es in einer kostenlosen Version, die für einen Start genügt, auch wenn einige Funktionen fehlen.
Spezialisierte Landingpage-Builder
Für viele Kampagnen, mehrere Varianten und regelmäßige Tests gibt es spezielle Landingpage-Builder wie Unbounce, Leadpages, Instapage, Landingi oder Onepage. Sie bringen viele Vorlagen, A/B-Tests und Auswertungen mit. Unbounce kann zum Beispiel den Text der Seite je nach Suchanfrage anpassen. Dafür kosten sie meist monatlich, und viele bieten nur eine Testphase statt eines dauerhaften Gratis-Tarifs. Achte darauf, ob der Anbieter Deutsch und DSGVO-Anforderungen unterstützt.
Marketing-Plattformen mit Landingpage-Funktion
Wer ohnehin E-Mail-Marketing oder ein CRM nutzt, kann Landingpages oft direkt dort bauen. HubSpot bietet einen Landingpage-Editor, der mit dem kostenlosen CRM zusammenarbeitet. Auch Brevo, Mailchimp und GetResponse haben eigene Seitenbauer. Der Vorteil: Formulardaten landen sofort im System, und du siehst, welche Seiten die meisten Kontakte bringen.
Landingpage in Shop- und CMS-Systemen
Betreibst du einen Online-Shop, kannst du Landingpages oft direkt im Shop-System anlegen. Shopify, Shopware und ähnliche Systeme bringen eigene Seitenbauer mit, mit denen du Aktionsseiten oder Produktstarts bauen kannst. Auch Content-Management-Systeme wie TYPO3 oder Joomla lassen sich dafür einrichten, verlangen aber meist mehr technisches Wissen. Der Vorteil ist, dass Daten, Produkte und Bestellungen im selben System bleiben.
Landingpage kostenlos erstellen
Du kannst eine Landingpage kostenlos erstellen, wenn du mit ein paar Einschränkungen leben kannst. Kostenlose Einstiege bieten unter anderem Wix, HubSpot, Mailchimp, Canva, Google Sites und die kostenlose Version von Elementor. Meist bekommst du dann eine Subdomain des Anbieters, sein Branding auf der Seite und weniger Funktionen. Eine eigene Domain kostet in der Regel nur wenige Euro im Monat und lässt die Seite deutlich professioneller wirken.
Landingpage Vorlagen richtig nutzen
Fast jedes Tool bringt fertige Landingpage Vorlagen mit, auch WordPress-Themes und Page-Builder liefern Templates für Opt-in-Seiten, Webinare oder Produktstarts. Eine Vorlage spart viel Zeit, ersetzt aber keine Planung. Wähle sie nach Struktur und Ziel, nicht nach dem schönsten Bild. Frag dich: Passt die Reihenfolge der Abschnitte zu meinem Angebot, und lässt sich die Vorlage auf dem Handy gut bedienen?
Passe danach alles an: Texte, Bilder, Farben, Formular und CTA. Platzhaltertexte dürfen nirgendwo stehen bleiben, und Stockfotos solltest du durch eigenes Material ersetzen, wo es geht. Prüfe auch die Lizenz, wenn du Vorlagen oder Bilder aus Fremdquellen verwendest.
Tool-Vergleich auf einen Blick
| Tool | Kostenloser Einstieg | Besonderheit | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Wix | Kostenloser Tarif mit Wix-Branding | Drag-and-Drop, KI-Assistent, viele Vorlagen | Einsteigern |
| WordPress mit Elementor | Elementor in kostenloser Version | Volle Kontrolle, Seite liegt bei dir | Wer WordPress schon nutzt |
| HubSpot | Kostenloser Editor mit begrenzten Funktionen | Verbindung mit CRM und Auswertung | Teams mit Marketing-Daten |
| Unbounce | Nur Testphase | A/B-Tests, dynamischer Text je Suchanfrage | Kampagnen mit Werbebudget |
| Leadpages | Nur Testphase | Große Vorlagenauswahl, A/B-Tests | Solo-Unternehmern und Beratern |
| Canva | Kostenloser Tarif | Sehr einfache Bedienung | Schnellen ersten Seiten |
Preise und Tarife ändern sich laufend. Prüfe sie deshalb direkt bei den Anbietern, bevor du dich festlegst.
Landingpage mit KI erstellen: So gehst du vor
KI-Tools beschleunigen den Entwurf, ersetzen aber kein gutes Briefing und kein Wissen über deine Zielgruppe. Viele Tools erzeugen vor allem Texte, andere bauen die ganze Seite aus einer kurzen Beschreibung. Auch große Baukästen haben inzwischen eigene KI-Assistenten dafür. Wer KI auch sonst für das eigene Geschäft nutzen möchte, findet Ideen im Beitrag mit KI Geld verdienen. Das Ergebnis ist immer ein Entwurf, den du fachlich, sprachlich und rechtlich prüfen musst. Wenn du eine Landingpage mit KI erstellen willst, hat sich dieser Ablauf bewährt:
- Gib ein klares Briefing mit Zielgruppe, Angebot, Conversion-Ziel, Traffic-Quelle und den wichtigsten Einwänden.
- Lass dir eine Struktur mit Abschnitten vorschlagen und streiche, was nicht zum Ziel passt.
- Erzeuge mehrere Varianten für Headline, Subheadline und CTA und bewerte sie nach festen Kriterien.
- Überarbeite die Aussagen mit echten Informationen und Belegen. Lass nichts erfinden, schon gar keine Referenzen oder Zahlen.
- Teste die fertige Seite mit echten Besuchern und passe sie an die Zahlen an.
Gib keine vertraulichen Kundendaten in KI-Tools ein und prüfe jede Zahl, die ein Tool nennt.
Rechtliches: Impressum, Datenschutz und Einwilligung
Auch eine einzelne Landingpage ist eine Website, und dafür gelten dieselben Pflichten wie für jede andere Seite. Dieser Abschnitt ist ein Überblick und keine Rechtsberatung. Wer gerade erst gründet, findet in der Existenzgründung Checkliste weitere Punkte, die du zum Start im Blick haben solltest.
Impressum und Datenschutzerklärung
Das Impressum richtet sich nach § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG), das seit Mai 2024 das alte Telemediengesetz ersetzt. Es muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Ein fehlendes Impressum kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Wie sich die Angaben durch das neue Gesetz geändert haben, erklärt eRecht24 zum Digitale-Dienste-Gesetz.
Dazu kommt die Datenschutzerklärung nach DSGVO. Sie muss erklären, welche Daten du erhebst, wofür du sie nutzt und welche Tools im Einsatz sind, also Formular, Tracking, Newsletter-Dienst und eingebundene Videos.
Cookie-Einwilligung und Tracking
Für nicht notwendige Cookies, Analyse-Tools und Werbe-Pixel brauchst du nach § 25 TDDDG, früher TTDSG, eine Einwilligung der Besucher, und zwar bevor die Cookies gesetzt werden. Technisch notwendige Cookies sind davon ausgenommen. Das Cookie-Banner braucht deshalb eine echte Ablehnen-Option, und die Cookies dürfen erst nach der Zustimmung laufen. Teste das mit den Entwicklertools deines Browsers, bevor du die Seite freigibst.
Newsletter-Anmeldung mit Double-Opt-in
Sammelst du auf einer Opt-in-Page E-Mail-Adressen, braucht der Besucher einen klaren Hinweis, wofür er sich einträgt, und eine Verlinkung auf die Datenschutzerklärung. Üblich ist das Double-Opt-in-Verfahren. Der Besucher bekommt eine Bestätigungs-Mail und muss den Link darin anklicken. So kannst du später nachweisen, dass die Anmeldung wirklich von ihm kam.
Landingpage erstellen lassen oder selbst bauen? Das kostet es
Was kostet eine Landingpage?
Die Kosten setzen sich aus mehreren Teilen zusammen: Tool oder Builder, Domain und Hosting, Bildmaterial und die Arbeit für Text und Design. Wer selbst baut, zahlt vor allem mit Arbeitszeit. Das Tool kostet je nach Wahl nichts bis einige Euro im Monat. Domain und Hosting liegen bei vielen Baukästen im Tarif, eine eigene Domain kostet extra.
Wer eine Landingpage erstellen lassen will, zahlt für Text, Design, Technik und Tracking. Die Einschätzungen in Ratgebern reichen von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro pro Seite, je nach Umfang. Einen verlässlichen Pauschalpreis ohne Briefing gibt es nicht. Wenn du den Preis deines eigenen Angebots erst noch kalkulieren musst, hilft der Beitrag Preis kalkulieren als Selbstständiger.
Wann sich ein Profi lohnt
Ein Freelancer oder eine Agentur lohnt sich bei hochpreisigen Angeboten, bei denen jeder Kontakt viel wert ist, bei vielen Kampagnen mit mehreren Varianten oder wenn Tracking und Technik komplex sind. Für den Start reicht oft eine Vorlage, die du selbst anpasst. Dann kannst du später entscheiden, ob sich der Aufwand für eine individuelle Lösung rechnet. Ein Profi braucht außerdem ein gutes Briefing von dir, also Ziel, Zielgruppe, Angebot und Belege. Wer diese Hausaufgaben gemacht hat, spart Zeit und Geld.
Besucher auf die Landingpage bringen
Die beste Landingpage nützt nichts ohne Traffic. Typische Quellen sind bezahlte Anzeigen bei Google und Meta, ein Newsletter an deine Abonnenten, Beiträge in sozialen Netzwerken, Links in Blogartikeln und Partner, die dein Angebot weiterempfehlen. Wie du ohne großes Budget sichtbar wirst, zeigt der Beitrag kleines Unternehmen online vermarkten. Wer noch kein Publikum hat, startet am besten mit einem kostenlosen Angebot und mit Beiträgen, die ein konkretes Problem lösen.
Soll die Seite auch über Google gefunden werden, behandelst du sie wie jede andere SEO-Seite. Gib ihr ein klares Fokus-Keyword, eine passende H1, einen eindeutigen Seitentitel und eine Meta-Description. Verlinke sie intern und setze Alt-Texte bei Bildern. Reine Anzeigenvarianten mit sehr ähnlichem Inhalt solltest du dagegen von der Indexierung ausschließen oder über Canonical zusammenführen.
Landingpage optimieren: Kennzahlen, Tests und Conversion Rate
Wichtige Kennzahlen
| Kennzahl | Was sie zeigt |
|---|---|
| Conversion Rate | Anteil der Besucher, die die gewünschte Handlung ausführen |
| Absprungrate | Anteil der Besucher, die gehen, ohne etwas zu tun |
| Scrolltiefe | Wie weit Besucher auf der Seite nach unten gehen |
| Klickrate auf den CTA | Wie oft der Button geklickt wird |
| Ladezeit | Wie schnell die Seite auf Handy und Desktop erscheint |
Richte Analytics und Conversion-Tracking von Anfang an ein. Ohne Daten optimierst du im Blindflug.
Was ist eine gute Conversion Rate?
Dazu gibt es keine feste Zahl, und die Angaben in Ratgebern gehen auseinander. HubSpot nennt rund sechs Prozent als Durchschnitt über alle Branchen und zehn Prozent als guten Orientierungswert. Andere Quellen sprechen von zwei bis drei Prozent im Schnitt und fünf bis zehn Prozent für gute Seiten. Eine seriöse Pauschale gibt es nicht, weil die Rate von Angebot, Preis, Zielgruppe und Traffic-Quelle abhängt. Vergleiche deine Seite deshalb zuerst mit der eigenen Ausgangslage und achte neben der Menge auch auf die Qualität der gewonnenen Kontakte.
Was du testen solltest
Teste zuerst die Elemente mit der größten Wirkung: Angebot, Headline, Hero-Bereich, CTA-Text, Belege und Formular. Beim A/B-Test vergleichst du zwei Varianten, die sich in genau einem Punkt unterscheiden, zum Beispiel zwei Headlines oder ein kurzes gegen ein langes Formular. Lass beide Versionen so lange laufen, bis genug Besucher auf jeder waren. Ergänzend helfen Heatmaps und kurze Umfragen, um zu sehen, wo Besucher hängenbleiben. Formuliere vor jedem Test eine Vermutung, etwa: „Wenn die Headline das konkrete Ergebnis nennt, verstehen Besucher den Nutzen schneller und klicken öfter.“
Häufige Fehler beim Landingpage erstellen
- Kein klares Ziel. Die Seite will verkaufen, informieren und Newsletter-Abos sammeln, und erreicht am Ende nichts davon.
- Ablenkung. Menü, Social-Media-Icons und externe Links führen Besucher weg vom Ziel.
- Schwacher CTA. Der Button ist versteckt, nicht kontrastreich oder trägt Texte wie „Absenden“.
- Headline passt nicht zur Anzeige. Wer etwas anderes liest, als er angeklickt hat, springt ab.
- Kein Social Proof. Eine Seite ohne Bewertungen oder Referenzen wirkt wie ein leeres Lokal.
- Zu langsam und nicht mobil. Große Bilder und eine schlecht bedienbare Handy-Ansicht kosten viele Besucher.
- Kein Tracking. Ohne Messung weißt du nicht, ob die Seite funktioniert.
- Zu viele Formularfelder. Wer viel preisgeben soll, bricht schneller ab.
- Fachsprache statt Kundensprache. Besucher verstehen den Nutzen nicht, wenn Begriffe nur intern geläufig sind.
- Sprechen über sich statt über den Besucher. Texte, die nur das Unternehmen beschreiben, lassen den Leser kalt.
- Keine Danke-Seite. Nach der Anmeldung passiert nichts Sichtbares, und die Messung wird ungenau.
- Rechtliche Seiten vergessen. Fehlendes Impressum oder falsch gesetzte Cookies verursachen unnötigen Ärger.
Eine schnelle Prüfung hilft vor jeder Veröffentlichung: Erkennt eine Person, die die Seite nicht kennt, sofort, worum es geht, für wen das Angebot gedacht ist und was sie tun soll? Fehlt eine dieser Antworten, beginnt die Arbeit im Hero-Bereich und nicht bei der Buttonfarbe.
Checkliste vor dem Launch
Mit dieser Landingpage Checkliste prüfst du alles vor dem Start:
- Inhalt: Conversion-Ziel steht fest. Headline und Subheadline sind klar. Drei bis fünf Vorteile sind formuliert. Mindestens ein echter Beleg ist eingebaut. Der CTA-Text beschreibt die Handlung. Das Formular hat nur die nötigen Felder.
- Design: Der Button hebt sich deutlich ab. Es gibt kein Menü. Schrift und Kontrast sind gut lesbar. Die Seite sieht auf dem Smartphone genauso gut aus.
- Technik: Die Ladezeit ist geprüft. Links und Formular funktionieren. Die Bestätigungs-Mail kommt an. Tracking und Conversion-Ereignisse sind getestet. Die Seite läuft über HTTPS.
- Recht: Impressum und Datenschutzerklärung sind verlinkt. Das Cookie-Banner funktioniert wie geplant. Das Double-Opt-in ist eingerichtet.
- Danach: Ein A/B-Test ist geplant, und die Kampagnenlinks tragen UTM-Parameter.
Fazit
Wenn du eine Landingpage erstellen willst, beginne nicht mit Farben oder dem Tool, sondern mit der Frage, welche Person nach dem Besuch welche Handlung ausführen soll. Danach folgen Aufbau, Text, Design und Technik. Ein klarer Hero-Bereich, ein Nutzen, der zur Zielgruppe passt, echte Belege und ein deutlicher Call-to-Action machen den größten Unterschied. Vergiss Impressum, Datenschutz und Einwilligung nicht. Veröffentliche eine saubere erste Version, miss das Verhalten der Besucher und verbessere gezielt, jeweils einen Punkt nach dem anderen.
Häufige Fragen zu Landingpage erstellen
Wie kann ich eine Landingpage selbst erstellen?
Lege zuerst Ziel, Zielgruppe und Angebot fest. Skizziere dann fünf bis sieben Abschnitte, schreibe Headline, Nutzen und CTA und baue die Seite mit einem Baukasten oder WordPress. Vor dem Start prüfst du Formular, Tracking, Mobilansicht, Ladezeit und die rechtlichen Seiten.
Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?
Das hängt von Text, Design, Technik und Tracking ab. Ratgeber nennen Spannen von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro pro Seite. Einen festen Preis gibt es erst nach einem Briefing. Wer selbst baut, zahlt meist nur Tool, Domain und die eigene Zeit.
Wie lange dauert es, eine Landingpage zu erstellen?
Mit Baukasten und fertiger Vorlage steht eine einfache Seite oft nach wenigen Stunden. Eine professionell getextete Seite mit Design, Tracking und Test braucht meist ein bis zwei Wochen. Entscheidend ist, wie schnell du Texte, Bilder und Freigaben zusammenbekommst.
Welches Tool ist für Landingpages am besten?
Das beste Tool ist das, das zu deinem Vorwissen, Budget und deiner Website passt. Für Einsteiger bieten sich Wix oder Canva an. Wer WordPress nutzt, greift zu Elementor oder Thrive Architect. Für viele Kampagnen und Tests lohnen sich Unbounce, Leadpages oder Landingi.
Kann ich eine Landingpage kostenlos erstellen?
Ja. Wix, HubSpot, Mailchimp, Canva, Google Sites und Elementor bieten kostenlose Einstiege. Meist bekommst du eine Subdomain und das Branding des Anbieters. Eine eigene Domain kostet wenige Euro im Monat und macht die Seite seriöser.
Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Homepage?
Die Homepage stellt das ganze Unternehmen mit Menü und vielen Zielen vor. Eine Landingpage hat nur ein Ziel, kein Menü und keine externen Links. Sie wird gezielt für ein Angebot oder eine Kampagne gebaut.
Braucht eine Landingpage ein Impressum?
Ja. Auch eine einzelne Landingpage unterliegt der Impressumspflicht, wenn sie geschäftsmäßig betrieben wird. Verlinke das Impressum im Footer. Dazu gehören eine Datenschutzerklärung und, falls du nicht notwendige Cookies nutzt, eine Einwilligungslösung. Bei Unsicherheit hilft ein Fachanwalt.
Wie viele Call-to-Actions sollte eine Landingpage haben?
Mindestens zwei bis drei, zum Beispiel im Hero-Bereich, nach den Belegen und am Ende. Wichtig ist, dass alle zum selben Ziel führen. Nur die Formulierung darf sich unterscheiden. Mehrere unterschiedliche Ziele auf einer Seite solltest du vermeiden.
Welche Conversion Rate ist gut?
Eine allgemeine Zahl gibt es nicht. Je nach Quelle gelten zwei bis drei Prozent als Durchschnitt und fünf bis zehn Prozent als gut. Bewerte deine Seite zuerst mit deiner eigenen Ausgangslage. Entscheidend sind Angebot, Zielgruppe, Traffic-Quelle und die Qualität der Kontakte.
Kann ich eine Landingpage mit KI erstellen?
Ja, für Struktur, Textvarianten und ein erstes Layout. Das Ergebnis bleibt aber ein Entwurf. Ergänze echte Belege, prüfe jede Aussage und lass die Seite rechtlich und technisch gegenlesen. Erfundene Referenzen oder Zahlen gehören nicht auf eine Landingpage.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?
So kurz wie möglich und so lang wie nötig. Für eine kostenlose Anmeldung reichen wenige Abschnitte. Teure oder erklärungsbedürftige Angebote brauchen mehr Raum für Problem, Ablauf, Belege und Einwände. Wiederhole den CTA auf langen Seiten, damit er immer in Reichweite bleibt.
Braucht eine Landingpage ein Video?
Nein, aber es kann helfen. Ein kurzes Erklärvideo macht komplexe Angebote schneller verständlich. Es darf die Ladezeit nicht verlängern, sollte nicht automatisch mit Ton starten und muss datenschutzkonform eingebunden sein. Ohne passendes Video sind klare Texte und gute Bilder die bessere Wahl.
Wie viele Formularfelder sollte eine Landingpage haben?
So wenige wie möglich. Bei einer Opt-in-Page genügt oft die E-Mail-Adresse, bei einer Anfrage Name, E-Mail und eine kurze Nachricht. Jedes zusätzliche Feld senkt die Abschlussquote, deshalb fragst du nur ab, was du für den nächsten Schritt brauchst.
Brauche ich Programmierkenntnisse, um eine Landingpage zu erstellen?
Nein. Mit Baukästen, Page-Buildern und Marketing-Plattformen baust du eine Landingpage per Drag-and-Drop. Kenntnisse in HTML und CSS helfen bei Feinheiten, sind aber für den Start nicht nötig. Wichtiger sind Ziel, Text und eine klare Struktur.
Wie viele Landingpages brauche ich?
Pro Angebot und Zielgruppe in der Regel eine eigene. Wer mehrere Anzeigengruppen oder Zielgruppen anspricht, profitiert von passenden Varianten. Starte mit einer Seite, miss das Ergebnis und baue erst danach weitere auf.









